Wie kann ich schlechte Gewohnheiten ändern?

Schlechte Gewohnheiten ändern und durch gute Verhaltensweisen ersetzen?

Was sind schlechte Gewohnheiten?

Meistens sind dies Angewohnheiten, die dich selbst belasten.  Sie haben einen wesentlichen Einfluss auf deine Persönlichkeit und können deine Beziehungen zu anderen Menschen beeinträchtigen oder gar blockieren.

Diese Angewohnheiten werden durch das Unterbewusstsein gesteuert.

So wie wir atmen, stehen, laufen und viele Dinge tun, über die wir nicht nachdenken müssen, sind störende Verhaltensmuster zum Bestandteil unserer Lebensweise geworden.

Ohne Bedenken handeln wir immer wieder in gewohnter Art und gleichen Abläufen.

schlechte Gewohnheiten ändern

Die Handlungen laufen automatisch ab und werden, nach dem Motto „ich bin eben so“, toleriert und als selbstverständlich hingenommen. Wir sind dann sehr überrascht, wenn uns jemand daraufhin anspricht und vielleicht sogar tadelt.

Besonders dann, wenn die Kritik von einem Menschen kommt, den wir schätzen und lieben, fühlen wir uns betroffen.

Hier liegt schon eine erste Frage, die zu prüfen ist:

Hat er (sie) Recht und sollte ich darüber nachdenken bestimmte Verhaltensweisen abzulegen?

 

Vor einigen Jahren gab es ein Kinderlied, geschrieben von Frank Schöbel, worin es um das „Prahlen bzw. Angeben“ geht:

Ein Eisbär im Zoo hatte hochfliegende Pläne und verkündete allen anderen Tieren, er werde ein erfolgreicher Zirkus Akrobat sein. Er sprang in die Luft und versuchte Purzelbäume zu schlagen und fand sich großartig, tönte laut herum.

Eine Ziege lobte ihn in den höchsten Tönen.

Einer der Affen lachte ihn aus und riet ihm, es zu lassen. Da grübelte der Eisbär, denn den Spott eines Affen (der spielend zirkusreife Purzelbäume schlagen kann), den konnte er verschmerzen, doch das Lob einer Ziege – kränkte ihn sehr.

 

Also, erkenne selbst, was deine negativen Angewohnheiten sind, nimm berechtigte Kritik an und wende dich vertrauensvoll an kompetente Menschen, wenn Du einen Rat brauchst und korrigiere freiwillig deine Verhaltensweise.

Der Wunsch Gewohnheiten ändern zu wollen ist ein Schritt zu mehr Selbstverantwortung mit besserem Lebenserfolg.

 

Der Weg zur Hölle, sagt eine alte Volksweisheit, führt über schlechte Gewohnheiten und ist gepflastert mit guten Vorsätzen, die nicht in Taten münden.

Der feste Wille zum Abstellen störender Eigenheiten oder ungünstiger Äußerlichkeiten ist Voraussetzung, um den inneren Gegenspieler zu besiegen und erfolgreich Gewohnheiten ändern zu können.

 

Welches sind nun eigentlich schlechte Gewohnheiten?

Beispiele zu Verhaltensweisen, die zu Problemen im Umgang mit anderen Personen führen und dich im Berufsleben oder beim Lernen behindern können:

– Faulheit

– sinnlose Zeitverschwendung

– Oberflächlichkeit

– ständige Unordnung

– mangelnde Ausdauer

– schlecht zuhören können

– Bei jeder Kleinigkeit in die Luft gehen

– überall mitreden wollen, egal worum es geht

– Unverschämtes Auftreten

Beispiele für Marotten, die dir bewusst sind und dich selber stören und letztlich schädlich für Deine Gesundheit sein können:

– mangelnde Körperpflege

– Kauen an Fingernägeln

– ständiges Naschen

– unregelmäßiges Essen (zu viel, zu wenig, einseitig usw.)

– zu wenig Bewegung

– zu viel Fernsehen oder im Netz surfen

– viel zu spät zur Ruhe kommen

– Übergewicht

– schlechte Körperhaltung

 

Die oben aufgeführten Absonderlichkeiten kannst du in der Regel gut allein ändern.

Schwerwiegende negative Gewohnheiten, die mit körperlichen Beschwerden einhergehen können, wie Kettenrauchen, Drogenkonsum oder Medikamentenmissbrauch sind nur mit professioneller Hilfe in den Griff zu bekommen.

 

Im stillen Kämmerchen Entscheidungen treffen und Gewohnheiten ändern

Der Impuls, etwas abstellen zu wollen, kommt meistens von außen oder entspringt einem Wunschbild, für das gerade jetzt die richtige Zeit gekommen scheint.

Ich würde ja gern meine Gewohnheiten ändern, aber wie? Ich wollte doch so oft schon meine Gewohnheiten ändern, doch vergeblich; und nun soll es plötzlich gelingen?

 

Vielen fällt es schwer daran zu glauben.

Redewendungen, wie „ich komme nicht aus meinem Trott heraus“, „ich brauche nicht mit dem Gewohnheiten ändern anzufangen, es funktioniert bei mir sowieso nicht“, manifestieren Entschuldigungen und Ausreden.

Bingo, dein Unterbewusstsein nimmt diese Gedanken an und du wirst gar nicht daran denken, eingefahrene Gleise verlassen zu wollen.

 

Die geliebten aber ungünstigen Alltagsrituale aufgeben und sie durch neue vorteilhafte Lebensgewohnheiten zu ersetzen ist eine starke Herausforderung.

Mark Twain formulierte es einmal so:

„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen, man muss sie die Treppe herunterboxen, Stufe für Stufe.“

Wenn das gelingen soll, dann kann die Entscheidung nur heißen: Ja ich will und ja ich kann und ja ich bin überzeugt, dass ich meine Gewohnheiten ändern werde.

 

Vorschlag für den Start: Selbstanalyse – Selbstbild – Fremdbild

Nimm dir Zeit, mach es dir bequem und betrachte dich ganz entspannt und völlig wertfrei.

Es ist wichtig, dass du dich dabei wohl fühlst. Schließlich willst du aus eigenem Entschluss deine negativen Gewohnheiten ändern. Lege dir ein Notizbuch an, in dem du kontinuierlich deine Beobachtungen zu deinem momentanen Selbstbild fest hältst.

Fang einfach an.

Stelle Dir selbst nüchterne Fragen, z.B.:

– Wie sehe ich mich?

– Worin bestehen meine Stärken?

– Was sind meine Schwächen?

Es kann auch hilfreich sein, dazu die Meinung vertrauenswürdiger Personen zu erfragen. Ein Fremdbild kann Bestätigung sein oder eine andere Wahrnehmung widerspiegeln. Mit den gewonnenen Erkenntnissen kann das „Gewohnheiten ändern“ beginnen.

 

Nicht gleichzeitig alle Gewohnheiten ändern wollen

Gewohnheiten ändern bedeutet, dass plötzlich etwas fehlen und so das Wohlbefinden stören kann.

Es ist empfehlenswert, sich auf eine Angewohnheit zu konzentrieren.

Am besten ist es, mit der zu starten, von welcher Du glaubst, sie am leichtesten überwinden zu können.

 

Oft hängen verschiedene Verhaltensweisen zusammen. Dann besteht sogar die Chance dass du am Ende tatsächlich nicht nur eine, sondern plötzlich zwei oder drei Gewohnheiten ändern konntest.

Jede Aktion hat bestimmte Auswirkungen. Regelmäßige sportliche Betätigung führt zu mehr Energie und körperlicher Spannkraft. Automatisch verbessert sich das äußere Erscheinungsbild und es kommt zur Gewichtabnahme.

Plötzlich findest du Freunde, die mit dir gemeinsam Gewohnheiten ändern wollen. Du kannst ihnen dabei helfen und dich gleichzeitig selbst für den nächsten Schritt motivieren.

Mit Unterstützung Gewohnheiten ändern

Wenn es um Gewohnheiten ändern geht, ist unser Unterbewusstsein der stärkste Helfer. Das Unterbewusstsein ist rund um die Uhr unser engster Begleiter. Es hört, sieht, riecht und schmeckt und fühlt mit uns. Es vergisst nichts. Es speichert und verarbeitet alles. Gewohnheiten ändern geschieht leicht, wenn wir uns darum bemühen diese Quelle anzapfen.

 

Autosuggestion (Selbstbeeinflussung) ist eine mentale Methode, mit deren Hilfe das Unterbewusstsein trainiert wird. Dabei gelangen gesprochene Botschaften (mehrfach wiederholte Selbstaffirmationen oder Gedankenformeln), untermalt von speziellen Klängen und verbunden mit mentalen Visualisierungen, in das Unterbewusstsein und beeinflussen die Psyche entsprechend der gewollten Programmierung.

Gewohnheiten ändern durch Selbsthypnose ist ein probates Mittel im Persönlichkeitstraining.

 

Der Prozess gelingt, wenn sich die Person im festen Glauben an ihr Ziel darauf einlässt, ihr Unbewusstes zu trainieren. In der Regel sind, bei intensiver Konzentration auf eine „Aufgabe“ mit täglichem Visualisieren und Üben etwa vier Wochen nötig, bis sich ein erster Erfolg zeigt.

Es kann jedoch – und dies sei hier nicht verschwiegen – auch etwas länger dauern, je nach Gewohnheit.

 

Keine Angst, dieses Training macht Spaß und ist nicht anstrengend, wenn du dich darauf einlassen kannst.

 

Entscheidend für erfolgreiches Gewohnheiten ändern ist eine klare Vorstellung von dem neuen Selbstbild.

Was wird sein, wenn ich meine Gewohnheiten ändern konnte. Das imaginäre Bild und die Empfindungen bei der Vorstellung des Erreichten sind neben der ständigen verbalen Bekräftigung bestimmend für den Effekt.

 

Wer die Methode für sich entdeckt und weiß , dass er damit seine Gewohnheiten ändern kann, wird voll Freude seine Weg gehen und die Persönlichkeit werden, die er sein möchte.

Gewohnheiten ändern bedeutet: alte Verhaltensmuster loslassen und neue im Bewusstsein verankern.

 

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(Diesen Tipp kannst du gleich umsetzen!)

Überlege dir, welche kleine schlechte Gewohnheit du gerne loswerden möchtest (Unpünktlichkeit, Nägel kauen,ständig naschen, zu wenig Bewegung usw.).

Nehmen wir als Beispiel „zu wenig Bewegung“.

Nimm dir jeden Tag 5 Minuten Zeit, um dich ganz bewusst mehr zu bewegen (z.B. ein kleines Ganzkörpertraining, siehe hier: http://www.bauch-weg-training.com/krafttraining-zuhause.html)

Du kannst dieses Training auch ohne Hanteln durchführen und/oder abändern.

Kreuze in einem Kalender jeden Tag ab, wo du das Training durchgeführt hast.

Mache dies solange, bis du diese „5 Minuten gar nicht mehr merkst“.

Wichtig bei der ganzen Sache: Setze dir bewusst kleine Zeiteinheiten. Zu Beginn jeden Tag 45 Minuten trainieren wollen – da kann ich dir garantieren, dass du nicht durchhältst.

 

Photo: © ra2 studio

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