Stressbewältigung – Was wirklich hilft bei Stress

Stressbewältigung – Was wirklich hilft bei Stress. Lies hier, wie Du Stress am besten bewältigen kannst.

Lerne, wie man am besten mit Stress umgehen kann – im Alltag und im Berufsleben.

Stressbewältigung

Wenn wir uns bedroht fühlen, dann gibt es grundsätzlich drei Reaktionsmuster:

•             Flucht

•             Kampf

•             Verharren

 

Dabei wird Adrenalin ausgeschüttet. Körperfunktionen, die uns bei der Stressreaktion helfen – Steigerung der Herzfrequenz, des Blutdrucks und vieles mehr – werden aktiviert.

Gleichzeitig werden andere Aktivitäten eingeschränkt: Verdauung, Sex.

 

Dieses Verhalten hat uns während Tausenden von Jahren überleben lassen.

 

Heute hat sich unser Umfeld jedoch grundlegend geändert, ganz im Gegensatz zu unserem Körper.

 

Wir funktionieren immer noch praktisch gleich wie unsere Vorfahren. Aber heute müssen wir uns mit anderen „Gefahren“ herumschlagen als damals.

 

Wir (unser Körper und Geist) stuft Situationen oft als gefahrvoll ein, auch wenn dies der Realität nicht entspricht. Wir leiden unter dauerhaftem Stress und „kommen nicht mehr herunter“.

 

Diese chronische Stressbelastung macht uns letztlich krank – bis hin zum Burnout.

 

Wie können wir dem Stress entgegen treten? Wie können wir uns wieder entspannen?

 

Der erste Schritt – Der Ego-Trip

 

Gehörst Du zu den Menschen, die alles für andere tun? Die immer zuerst an die anderen denkt?

 

Du bringst alles unter einen Hut: Familie, Beruf, Politik, Hobby – allen willst Du es recht machen. Du gönnst Dir keine Pausen, keine Erholungsphasen und fühlst Dich manchmal so richtig ausgelaugt.

 

Höchste Zeit, auf den Ego-Trip zu gehen!

 

Du musst lernen, auch mal an Dich zu denken. Werde etwas egoistischer.

Die Rechnung ist ganz einfach:

 

Wie lange kannst Du das Beste für andere tun, wenn Du für Dich selber nichts tust?

 

Wenn Du total müde und abgekämpft und ohne Energie bist, wirst Du auch für andere nichts mehr machen können.

 

Gute und schlechte Stressbewältigungsstrategien

 

Um körperliche Stressreaktionen abzubauen, kann man zwei Wege gehen:

 

Schädliche Stressbewältigungsstrategie:

  • Nikotin
  • Schlafmittel
  • Alkohol
  • allgemein Suchtmittel

Positive Stressbewältigungstechniken:

  • Entspannungstechniken: Hier ist vor allem das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson zu erwähnen. Beide Techniken kann man alleine oder auch in Gruppen erlernen. Es gibt dazu zahllose Bücher und Audio-Programme.
  • Sportliche Betätigung: Alles, was Dich in Bewegung setzt ist gut!
  • Grenzen setzen: Lerne „Nein“ sagen. Du bist nicht dazu verpflichtet, alles zu tun und es jedem recht zu machen.
  • Bewusst Freiräume schaffen: Trenne  Dich von überflüssigen Aktivitäten. Überlege Dir, was Du immer wieder tust, z.B. regelmäßige Vereinsabende, ein politisches Amt usw.

Bist Du glücklich dabei? Macht es Dich zufrieden? Wenn Du diese Frage mit Nein beantwortest oder Dich nicht sicher bist – dann ist es Zeit, sich davon zu trennen.

So schaffst Du Dir Freiräume, die Du gezielt für Dich nutzen kannst. Mach in der freigeschaufelten Zeit etwas, was Dir wirklich Spaß macht.

  • Genießen lernen: Konzentriere Dich ganz und gar auf die momentane Tätigkeit. Wenn Du ins Kino gehst, dann schaue den Film – und bereite nicht schon gedanklich das Meeting vom nächsten Tag vor.
  • Selbstgespräche im Kopf stoppen

 

Wie kann man Stress gezielt abbauen?

 

All die oben beschriebenen positiven Stressbewältigungstechniken eignen sich dazu, Stress abzubauen.

Allerdings sind einige schwieriger umzusetzen, je nach Veranlagung und Typ.

So ist es – besonders für Anfänger – manchmal nicht ganz leicht, sich in einer stressigen Situation erfolgreich zu entspannen. Dazu ist meist etwas Übung nötig. Deshalb ist es sinnvoll, solche Techniken bei relativer Ruhe einzuüben.

 

Andere Techniken kann man sofort einsetzen, wie z.B. sportliche Tätigkeit. Das muss dann nicht gleich ein Marathon sein. Ein zügiger Spaziergang an der frischen Luft tut es auch.

 

Hier noch eine Technik, die sich auch bewährt hat und die jedermann/-frau sofort umsetzen kann:

 

1.           Überlege Dir, was Dich besonders stresst. Schreibe alle Stressoren, die Du findest,  auf.

2.           Teile diese Stressoren in zwei Kategorien ein:

 

a) Stressoren, die Du sofort bewältigen kannst.

Nimm Dir einen Punkt nach dem anderen auf der Liste vor und arbeiten daran. Aber lasse Dich nicht zusätzlich von dieser Liste stressen, wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt.

 

Dazu ein Beispiel: Wenn Du Dich ständig darüber aufregst, dass Deine Wohnung/ Dein Arbeitsbereich total unordentlich ist, beginnst Du Ordnung zu schaffen. Glaube mir, äußere Unordnung wirkt sich auf Deine Psyche aus, auch wenn Du das gar nicht so bewusst wahrnimmst.

Also: Aufräumen!

Noch ein Beispiel: Beginne, Deine Zeit einzuteilen. Halte  Dich, wenn möglich, an den Zeitplan! Lasse Dich nicht ständig ablenken. Das regt auf und stresst.

Also: Wenn Du an einem wichtigen Projekt bist, dann schalte Telefon, Computer und Handy für eine Stunde aus. Keine Ablenkung!

 

b) Stressoren, die Du nicht sofort beeinflussen kannst.

Diese Liste ist schwieriger abzuarbeiten. Trotzdem solltest Du sie in Angriff nehmen.

 

Beispiel: Wenn Du einen unfreundlichen, ungehobelten Vorgesetzten/Partner hast, welcher Dich bis aufs Blut nervt, dann braucht es eine etwas andere Strategie.

Wichtig ist die eine Erkenntnis: Es wird Dir kaum gelingen, diesen Vorgesetzten/Partner zu ändern und wenn doch, dann nur mit einem enormen Aufwand.

Du musst also einen anderen Weg gehen.

Du kannst Dich ändern, beziehungsweise Deine Reaktion auf diesen Vorgesetzten/Partner. Nimm Dir vor, bei einer nächsten Konfrontation ganz ruhig zu bleiben. Wenn er etwas Ärgerliches sagt oder Deine Arbeit (unverdientermaßen) kritisiert, sage innerlich „Okay…“ und mache einfach weiter.

Wenn sich die Situation auf lange Sicht doch nicht bessert, gibt es einen letzten Schritt:

Kündigen oder sich vom Partner trennen.

Denke immer daran: DU bist der Boss in DEINEM Leben. Du hast es in der Hand, ob Du lebst oder gelebt wirst.

 

Action - now! www.simplehabits.de

Action – now!

(Diesen Tipp kannst Du gleich umsetzen!)

Stressbewältigung in 60 Sekunden

Atme in schwierigen Situationen langsamer und tiefer.

1.           Atme durch die Nase langsam ein und zähle auf drei.

2.           Atme durch den leicht geöffneten Mund langsam aus und zähle dabei auf sechs.

3.           Wiederhole diesen Zyklus 5 – 6 mal.

4.           Achte darauf, dass sich beim Einatmen die Bauchdecke hebt (Zwerchfellatmung) und beim Ausatmen wieder senkt.

Dieses tiefe Durchatmen entspannt Dich augenblicklich und lässt Deinen Geist innehalten.

Photo: © kesipun

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