Neue Gewohnheiten etablieren – wie gelingt das?

Du willst neue Gewohnheiten etablieren?

Gute Entscheidung, denn das fällt den meisten Menschen einfacher, als schlechte Angewohnheiten loszuwerden!

Neue Gewohnheiten zu etablieren bietet dir eine gute Gelegenheit, Durchhaltevermögen zu trainieren und am Ende (na ja, eigentlich jeden Tag) ein Erfolgserlebnis zu haben.

Mit den folgenden Tipps schaffst Du es, eine neue Gewohnheit zur Normalität werden zu lassen und deinen Lebensstil zum Positiven zu verändern.

neue Gewohnheiten etablieren
© gustavofrazao, Fotolia.com

Neue Gewohnheiten etablieren heißt Normalität entwickeln

Du trinkst jeden Morgen eine Tasse Kaffee zum Frühstück?

Du gehst erst ins Bad und dann frühstückst Du?

Du siehst jeden Abend eine Stunde fern?

All das sind Gewohnheiten, die sich irgendwann in Deinen Alltag geschlichen haben. Du behältst sie bei, da sie Dir gut tun. Doch wie sie es in Deinen Tagesablauf geschafft haben oder warum sie heute noch da sind, ist ohne genaueres Hinsehen schwer zu erkennen.

Fakt ist: als Gewohnheiten etablieren konnten sich diese Angewohnheiten, da sie irgendwann Deine Normalität wurden. Auf genau die gleiche Weise kannst Du Dir nun Neues angewöhnen. Der Anfang wird schwierig sein, denn es ist etwas Neues. Mit der Zeit aber gewöhnst Du Dich daran und denkst gar nicht mehr darüber nach, dass Du jetzt etwas anders machst.

  • Tipp: Gewohnheiten etablieren sich nicht sofort. Bleib dran, auch wenn es anfangs schwer fällt – denn bis eine neue Angewohnheit Normalität wird, braucht es Zeit. Dann aber ist sie aus dem Alltag nicht mehr zu wegzudenken.

Wann anfangen? Na, sofort!

Manche Neuerungen lassen sich nicht jetzt und sofort umsetzen. Sei es, weil Du Anschaffungen tätigen oder Vorbereitungen treffen musst. Doch es gibt immer etwas, was die Gewohnheiten etablieren helfen kann, was Du sofort tun kannst.

Du kannst Dich beispielsweise jetzt sofort nach Fitnessstudios umsehen und Dich anschließend für eines entscheiden. Du kannst Dich darüber informieren, wo Du die Anschaffung tätigen kannst.

Willst Du neue Gewohnheiten etablieren, darfst Du die nötigen Schritte keinesfalls durch Ausreden vor Dich herschieben. Denn daraus entstehen die vielen guten Vorsätze, die niemals umgesetzt werden.

  • Tipp: Tue den entscheidenden Schritt so schnell wie möglich. Wenn das nicht sofort geht, tue etwas anderes, was dazu beiträgt, Deine neuen Gewohnheiten zu etablieren. Schiebe aktive Handlungen nicht vor Dir her.

Setze dir Ziele, aber realistisch

Ziele sind wichtig. Ohne sie werkelst Du an einem Vorhaben und weißt selbst nicht, zu welchem Zweck Du das tust.

Anfangs, wenn Du feststellst, dass Du wohl neue Gewohnheiten etablieren musst, kommt dieser Entschluss aus einer Feststellung, einem Gefühl oder einer Unzufriedenheit heraus.

Wieso war das so – was wolltest Du ändern?

Willst Du abnehmen, um genauso schlank zu sein wie die Kollegin?

Wie viel Gewicht wäre das?

In welchem Zeitraum kannst Du das schaffen?

Schreib Dir Dein Ziel auf einen Zettel und hänge ihn dorthin, wo Du ihn sehen kannst.

Ändere Dein Smartphone-Wallpaper.

Deinen Desktop-Hintergrund.

Das hilft Dir einerseits, an Dein Ziel zu denken und Dich immer wieder neu zu motivieren. Andererseits wird es Tage geben, an denen Gewohnheiten etablieren schwerer fällt als an anderen – dann brauchst Du das Ziel klar vor Augen, um Dir zu beweisen, dass es sich lohnt.

  • Tipp: Setze Dir Ziele – aber so, dass Du sie erreichen kannst. Ohne Ziele kannst Du keine Gewohnheiten etablieren, da Dir die Perspektive fehlt. Unrealistische Ziele rauben Dir wiederum die Motivation. Realistische, schöne Ziele motivieren dagegen sehr.

Stolpersteine erkennen

Neue Gewohnheiten etablieren sich nicht von ganz allein. Meistens ist da noch eine alte Angewohnheit, die der neuen Richtung im Weg steht.

Du willst etwa früher aufstehen – stellst aber dann fest, dass Du morgens erst aufs Smartphone schaust und das mindestens eine Viertelstunde für sich einnimmt?

Dann bist Du schon einen guten Schritt weitergekommen, denn Du hast erkannt, was Dich blockiert.

Schlafe mit dem Gedanken ein, dass Du morgens nicht gleich zum Smartphone greifen sollst. Am ersten Tag wird Dir das sehr schwer fallen. Kein Wunder, denn es dauert, bis sich neue Gewohnheiten etablieren.

Du kannst auch versuchen, Dich zu belohnen, wenn es geklappt hat, denn durch positive Eindrücke lassen sich leichter neue Gewohnheiten etablieren.

Schaffe Dir gleichzeitig den Freiraum, zu einer günstigeren Zeit aufs Smartphone zu schauen, etwa auf dem Weg zur Arbeit. Dadurch stehst Du früher auf, trödelst nicht und kannst trotzdem der alten Gewohnheit nachgehen – wenn es passt.

  • Tipp: Erkenne, was Dich davon abhält, neue Gewohnheiten zu etablieren. Verschiebe es auf einen anderen Zeitpunkt, verschaffe Dir Ersatz und belohne Dich, wenn es funktioniert.

Belohnung statt Bestrafung

Gewohnheiten etablieren sich leicht durch Positives, schwer durch Negatives.

Du hast es heute wieder nicht geschafft, ins Fitnessstudio zu gehen, mit frischem Gemüse zu kochen, andere derartige Gewohnheiten zu etablieren?

Natürlich ist das keine Rechtfertigung dafür, Dich jetzt erst recht mit Schokolade vollzustopfen. Es ist aber auch kein Grund, Dich selbst zu bestrafen.

Frage Dich lieber, was heute dagegen gesprochen hat, Deine neuen Gewohnheiten zu etablieren.

Kamst Du zu spät aus der Arbeit?

Wie kannst Du das ändern?

Wäre ein anderer Tag fürs Fitnessstudio besser oder solltest Du den Einkauf am Wochenende erledigen statt am Wochentag, um frisches Gemüse schon zu Hause zu haben und nicht wieder beim Fast Food-Laden zu landen?

Sobald Du merkst, dass Du jetzt den Weg gefunden hast, der für Dich funktioniert, spricht nichts gegen eine kleine Belohnung.

Natürlich nichts, was gegen dein Ziel spricht, neue Gewohnheiten zu etablieren – eine Tafel Schokolade für angehende Fitness-Fans wäre keine gute Idee. Aber vielleicht ein neues Sport-Outfit?

  • Tipp: Belohne Dich dafür, Deine Ziele eingehalten zu haben, anstatt Dich zu bestrafen, wenn es nicht gut läuft.

Positiv-Listen

Du willst also neue Gewohnheiten etablieren und bist schon voll dabei.

Was ändert sich zum Positiven dadurch, dass Du jetzt etwas anders machst?

Was gefällt dir an der Veränderung?

Womit hast Du gerechnet, was kam unerwartet positiv?

Manchen Menschen reicht die gedankliche Visualisierung, andere müssen es sich aufschreiben. Es geht darum, zu erkennen, was sich durch Deine neuen Angewohnheiten für Dich zum Guten gewandelt hat. Je mehr Du das erkennst, desto leichter fällt es Dir, am Ball zu bleiben.

  • Tipp: Fokussiere Dich auf positive Entwicklungen und hänge Dich gedanklich an diese, anstatt Nachteile zu sehen.

 

Welche neue Gewohnheit hast Du in letzter Zeit etabliert? Was war die größte Schwierigkeit für Dich?

 

Photo: © gustavofrazao

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