Wie Du negative Gedanken loswerden kannst

Negative Gedanken loswerden – Hier findest Du zwei Techniken, die nagenden, zerstörerischen Gedanken in Deinem Kopf loszuwerden.

Jeden Tag gehen uns Tausende und Abertausende Gedanken durch den Kopf, die wir mehr oder weniger bewusst wahrnehmen. Diese Gedanken sind dabei mehr als nur eine innere Erzählstimme.

Wie zum Beispiel der Placebo-Effekt eindrucksvoll beweist, können Gedanken einen direkten Einfluss auf unseren Körper und somit auf die greifbare Realität haben.

Allein der Glaube an die Wirksamkeit eines Medikaments reicht in diesem Fall aus, um tatsächlich eine heilende Wirkung zu erzielen. Auch wenn wir uns beispielsweise den herzhaften Biss in eine Zitrone vorstellen, reagiert der Mund mit erhöhtem Speichelfluss.

 

negative Gedanken loswerden

 

Was bedeutet es also für uns, dass unsere positiven wie negativen Gedanken tatsächlich eine Veränderung auslösen können?

Egal ob es körperliche Auswirkungen hat oder nicht – negative Gedanken sorgen für ein negatives Lebensgefühl und bremsen jegliche positive Entwicklung.

Es gibt jedoch einen Weg aus der negativen Gedankenspirale.

Mit den folgenden Tipps kannst du lernen, wie dir deine innere Stimme nach und nach bewusster wird und wie du ihr einen positiven Grundton verschaffen kannst.

 

Negative Gedanken loswerden, ohne sich selbst zu belügen

 

Es gibt einen grundlegenden Unterschied, zwischen „Negative Gedanken loswerden“ und „Positiv denken“.

Die Techniken für positives Denken bestehen oft darin, sich selbst die einstmals negativen Gedanken in ihrem jeweiligen Gegenteil immer wieder vorzusagen.

Der Grund, warum diese Technik so selten von Erfolg gekrönt ist, liegt schon am fehlerhaften Ansatz. Jemand, der wirklich von einem negativen Gedanken überzeugt ist, wird ihn nicht einfach mit einer positiven Botschaft überschreiben können.

 

Erzwungenes positives Denken ist in diesem Fall nichts weiter als eine permanente Lüge sich selbst gegenüber.

Wer beruflich keinen Erfolg hat oder übergewichtig ist, wird sich selbst die Aussagen „Ich bin großartig in meinem Job“ oder „Ich bin wunderschön und schlank“ nicht glauben.

Diese Technik hat sogar eine gefährliche Nebenwirkung. Wer ständig unehrlich zu sich selbst ist, wird das Vertrauen in sich selbst immer weiter schmälern und nie an die Ursache seiner negativen Einstellung gelangen.

 

Wer sein Denken wirklich nachhaltig ändern und negative Gedanken loswerden will, muss sie an der Wurzel anpacken und tatsächlich in etwas Positives verwandeln.

Dieser Prozess nimmt ein wenig mehr Zeit und Eigeninitiative in Anspruch als die Selbstlüge, aber dafür sind die Ergebnisse nicht nur eindrucksvoll, sondern halten auch langfristig an.

Die Technik, um negative Gedanken loszuwerden, ist also für alle geeignet, die eine ehrliche und wirkungsvolle Veränderung in ihrem Leben erreichen, ihr Leben lebenswerter machen und ein großes Stück zu sich selbst finden wollen.

 

Negative Gedanken loswerden – wie funktioniert das?

 

Um negative Gedanken loszuwerden, gibt es verschiedene Techniken, die je nach Charakter und Typ besser oder schlechter geeignet sind. Im Folgenden werden zwei unterschiedliche Techniken vorgestellt:

 

  1. Die vier Felder des Epiktet

 

Epiktet ist ein berühmter antiker Philosoph und Lehrer, der ein verblüffend einfaches System entwickelt hat, um negative Gedanken aufzuspüren und loszulassen.

Sein Werk lässt sich auf ein Schema mit vier Feldern übertragen, mit welchem jeder negative Gedanke analysiert werden kann.

Über den ersten zwei Feldern stehen die Aussagen „Ich kann etwas daran ändern“ oder „Ich kann nichts daran ändern“.

Auf der linken Seite des Feldes stehen die Aussagen „Ich bin damit einverstanden“ oder „Ich bin damit nicht einverstanden“.

Nach diesem Schema lässt sich jede gedankliche Aussage einordnen und am Ende zeigt das Ergebnis, an welcher Stelle unser innerer Widerstand steht.

 

Angenommen jemand denkt „Ich bin zu dick“ und hasst dieses Gefühl:

Nach Schritt 1 wäre dieser Gedanke unter „Ich kann etwas daran ändern“ einzuordnen. Wir gehen hierbei davon aus, dass es sich nicht um ein krankheitsbedingtes Übergewicht handelt.

Die noch viel spannendere Frage ist nun, ob derjenige anschließend „Ich bin damit einverstanden“ oder die andere Seite wählt.

Hierbei zeigt sich, ob wir gegen eine nicht zu ändernde Tatsache ankämpfen oder ob wir im Gegenteil die Veränderung selbst in der Hand haben, aber uns lieber auf Beschwerden ausruhen.

Grundsätzlich ermutigt dieses Schema dazu, den inneren Widerstand egal gegen welche Position im Feld aufzugeben.

 

Wenn eine Tatsache wirklich nicht zu ändern ist, was nützt dann die innere Beschwerde?

Außer einer negativen Grundstimmung wird sich nichts an der jetzigen Lage verändern.

Wenn wir eine Tatsache ändern können, aber ehrlicherweise nicht bereit dafür sind, was nützen hier Selbstvorwürfe?

Wann haben Selbsthass und Vorwürfe uns jemals für große Taten motiviert?

Und wenn eine Tatsache zu ändern ist und wir auch noch bereit dafür sind, worauf warten wir?

Das Schema zeigt deutlich, dass negative Gedanken in keinem der Fälle einen Nutzen haben und entlarvt sie als Ausreden.

Wenn du erkennst, dass deine negativen Gedanken auf solchen falschen Annahmen beruhen, kannst du sie leichter als Irrtum erkennen und loslassen. Dieses Schema soll auch dazu anregen, mehr Verständnis für uns selbst aufzubringen und zu respektieren, wenn wir momentan nicht die Kraft oder den Mut haben, eine Situation in Angriff zu nehmen.

Allein diese Erkenntnis kann eine Menge Stress und Druck von den Schultern nehmen und bereits kleine Wunder bewirken.

  1. Die Macht der Vorstellungskraft

 

Eine weitere wirkungsvolle Technik zur Veränderung der negativen Gedanken ist die Verwendung der eigenen Vorstellungskraft.

Psychologen benutzen dieses Prinzip schon lange und auch im System der Neuro-Linguistischen-Programmierung (kurz NLP) erzielt diese Technik eindrucksvolle Ergebnisse. Grundsätzlich geht diese Technik in drei Schritten vor.

 

  1. Nehme deinen negativen Gedanken und gebe ihm ein übertriebenes bildliches Aussehen

 

Am Beispiel „Ich bin zu dick“ könnte das bedeuten, dass in deiner Vorstellungskraft ein unfassbar übergewichtiger, ungepflegter Mensch erscheint, der kaum in der Lage ist, auch nur einen Schritt zu gehen und von allen Umstehenden angewidert gemustert wird. Male dir dieses Schreckensbild so detailliert wie möglich aus.

 

  1. Nehme dein Wunschziel und gebe ihm ebenfalls eine Gestalt

 

Gehe genauso vor und male ein überzeichnetes und detailliertes Bild von dir als durchtrainierter, wunderschöner Mensch, der schon beim Betreten des Raumes alle zum Strahlen bringt und jubelnd begrüßt wird.

 

  1. Lass die beiden sich treffen

 

Im letzten Schritt treffen die beiden aufeinander. Das Szenario könnte so aussehen, dass die durchtrainierte, schlanke Version deines Ichs zum übergewichtigen Ich geht und es verständnisvoll bei der Hand nimmt.

Es führt das dickere Ich zu einem Spiegel und zeigt ihm, dass all das Übergewicht nur eine Verkleidung ist. Unter den anfeuernden Rufen aller Anwesenden streift dein altes Ich den beschwerlichen Anzug ab, bis darunter ein schöner, schlanker Mensch hervortritt.

Gehe dieses Szenario so oft durch, bis es sich wirklich in deiner Vorstellung verankert hat. Wenn du es schließlich schaffst, beim nächsten negativen Gedanken automatisch an die positive Verwandlung zu denken, ist der Grundstein für eine positive Entwicklung schon gelegt.

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Finde einen typischen negativen Gedanken, der sich immer wieder beschäftigt. Probiere eine der beiden Methoden für mindestens zwei Wochen täglich aus und überprüfe, ob sich danach schon eine Veränderung feststellen lässt.

 

Photo: RondellMelling

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