Mehr Dankbarkeit und Glück in dein Leben bringen

Eine einfache Gewohnheit um mehr Dankbarkeit und Glück in dein Leben zu bringen

 

Mehr Dankbarkeit und Glück

 

Wofür bist du heute dankbar?

Wir können uns selbst einige Steine auf dem Weg zu einem glücklichen Leben aus dem Weg räumen, wenn wir eine dankbare Grundeinstellung einnehmen.

Mehr Dankbarkeit zu zeigen ist jedoch für viele Menschen undenkbar oder zumindest sehr schwierig.

Das liegt vor allem an unserer gesellschaftlichen Grundstimmung, die sich nur zu gerne über Kleinigkeiten aufregt und großzügig Vorwürfe und Schuldzuweisungen verteilt.

Es herrscht beinahe ein unausgesprochener Wettbewerb darum, wer am meisten zu kämpfen und zu leiden hat und sich dadurch das größte Mitgefühl und die meiste Anerkennung sichert.

Entsprechend fällt es vielen erst einmal schwer, eine innere Grundhaltung der Dankbarkeit einzunehmen.

Wer sich für seine Lebensumstände dankbar zeigt und die positiven Seiten seiner Situation schätzt, wird oft als naiv oder blind optimistisch verpönt.

Auch entzieht sich ein dankbarer Mensch bewusst dem Volkssport der Beschwerden und des Jammerns und kann schlimmstenfalls auch Neid auf sich ziehen.

 

Dabei bedeutet Dankbarkeit nicht, die Augen vor den Problemen zu verschließen und alles schönzureden.

Im Gegenteil, es öffnet den Blick für die positiven Dinge, die üblicherweise als selbstverständlich gelten und keine Beachtung erhalten.

Dankbar sein heißt, einen bewussten Schritt zu einem glücklicheren Lebensgefühl zu gehen, keine Energie mehr für unnötiges Selbstmitleid zu verschwenden und den vielen positiven Dingen im Leben den verdienten Platz einzuräumen.

Wer es schafft, Dankbarkeit zur täglichen Gewohnheit zu machen, wird früher oder später sein Umfeld mit dieser Lebenseinstellung anstecken und somit für ein positiveres Lebensgefühl und harmonischeres Miteinander sorgen.

 

Das folgende Beispiel zeigt, welchen Unterschied Dankbarkeit im alltäglichen Leben bewirken kann:

Eine kleine Geschichte der Dankbarkeit

 

Andreas und Martina sind seit Langem ein Paar und wohnen zusammen. An diesem Samstag muss nur Andreas bis abends zur Arbeit, während Martina schon das Wochenende genießen kann. Sie beschließt, die freie Zeit zu nutzen und bringt bis nachmittags die Wohnung auf Vordermann. Nachdem die Wäsche gemacht, alle Böden gewischt und der Einkauf erledigt ist, verabredet sie sich mit ihren Freundinnen in der Stadt.
Andreas arbeitet in einem Bekleidungsgeschäft und hat dank des schönen Wetters und des beginnenden Wochenendes einen beachtlichen Kundenansturm zu bewältigen.

Erschöpft fährt er abends nach Hause und findet die Wohnung verlassen vor. Er sucht vergeblich nach dem Abendessen, das Martina ihm am Morgen versprochen hatte.

Als er sie anruft, ist sie immer noch mit ihren Freundinnen unterwegs und hatte das Abendessen völlig vergessen. Sie macht sich auf den Weg und die beiden treffen sich etwa eine Stunde später in der Wohnung.

An diesem Zeitpunkt kann die Geschichte in zwei verschiedenen Bahnen weiterlaufen.

Die übliche Variante sähe wohl folgendermaßen aus:
Als Martina die Wohnung betritt, macht Andreas seinem Ärger Luft.

Schließlich hat er den ganzen Tag hart gearbeitet und wirft Martina vor, trotz ihres freien Tages ihr Versprechen nicht gehalten zu haben. Er hat sich schließlich nur ein Brot gemacht und ist enttäuscht, dass das gemeinsame Abendessen durch Martinas Nachlässigkeit ausgefallen ist.

Er glaubt, dass seine Bedürfnisse ihr völlig egal sind. Martina fühlt sich verständlicherweise angegriffen und kontert, dass sie nicht den ganzen Tag faul auf dem Sofa gesessen hat.

Sie hat immerhin ihren freien Tag freiwillig mit Hausarbeit verbracht und sich die Freizeit mit ihren Freundinnen verdient.

Das Essen hat sie schlichtweg vergessen und ist verletzt, dass Andreas ihr dies als Gleichgültigkeit ihm gegenüber vorwirft.

Der Tag geht für beide mit Ärger und Enttäuschung zu Ende.

Die dankbare Variante könnte die Geschichte jedoch folgendermaßen enden lassen:

Martina und Andreas haben es sich zur Gewohnheit gemacht, abends alle Dinge durchzugehen, für die sie am jeweiligen Tag dankbar sind.

Als Martina Zuhause ankommt, setzen sich beide auf die Wohnzimmercouch und berichten sich gegenseitig von den positiven Dingen ihres Tages.

Andreas macht den Anfang.

Er ist dankbar dafür, dass Martina die Wohnung so schön aufgeräumt hat, sodass er nach Feierabend in ein ordentliches Zuhause kommt.

Er ist dankbar dafür, dass das Geschäft am Samstag immer so gut läuft und damit seinen Arbeitsplatz sichert.

Er ist dankbar für alle netten Kunden, die ihm für seine Beratung gedankt haben.

Er ist dankbar, am Morgen sofort einen Parkplatz gefunden zu haben und ohne Stau nach Hause gelangt zu sein.

Er gibt zu, zunächst über das fehlende Abendessen enttäuscht gewesen zu sein und erklärt gleichzeitig seine Dankbarkeit, dass er über seine Gefühle mit Martina offen reden kann, ohne dass einer der beiden verletzend oder persönlich wird.

Martina setzt die Auflistung fort.

Sie ist dankbar für ihren freien Tag, an dem sie selbst ihre Zeit nach Lust und Laune einteilen konnte.

Sie ist dankbar für ihre Motivation, durch die sie auch heute viel geschafft hat.

Sie ist dankbar für die Zeit mit ihren Freundinnen, mit denen sie tolle Gespräche führen konnte.

Sie ist dankbar für den freien Abend mit ihrem Partner und die Zeit, die beide nun genießen können.

Sie ist dankbar für die ehrliche Rückmeldung von Andreas und dafür, dass er nicht nachtragend oder vorwurfsvoll ist, weil sie einmal etwas vergessen hat.
Nach diesem kleinen Ritual beschließen beide, am nächsten Morgen ein gemeinsames ausführliches Frühstück anstelle des verpassten Abendessens zu verabreden.

Raus aus der negativen Gedankenspirale

Dieses Beispiel zeigt, wie ein tägliches Ritual der Dankbarkeit helfen kann, aus den negativen Gedankenspiralen zu entkommen.

Im ersten Fall steigern sich beide Seiten in die negativen Kleinigkeiten herein und sorgen so dafür, dass ein eigentlich schöner oder zumindest normaler Tag mit schlechter Stimmung endet.

Im zweiten Fall legen sie den Fokus bewusst auf die positiven Dinge.

Und was noch wichtiger ist: Sie sprechen trotzdem die Dinge an, die in ihnen vorgehen. Dies zeigt deutlich den Unterschied zwischen dankbar sein und blindem Optimismus.

Langfristig führt die tägliche Dankbarkeit dazu, dass unangenehme Kleinigkeiten an Bedeutung verlieren und das grundsätzliche Lebensgefühl deutlich positiver und glücklicher wird.

Die Dankbarkeit fördert das Bewusstsein dafür, wie viele gute Dinge jeden Tag passieren, die sonst unbemerkt an einem vorbeiziehen, ohne weiter beachtet zu werden.

Und vor allem in Beziehungen, egal ob mit dem Partner, den Freunden oder der Familie, erzeugt die Dankbarkeit eine größere Wertschätzung für den anderen und ein harmonischeres Miteinander.

 

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(Diesen Tipp kannst du gleich umsetzen!)

Diesen Tipp für mehr Dankbarkeit kannst du alleine für dich umsetzen, denn gerade zu Beginn tun sich viele schwer damit, darüber mit anderen Menschen zu sprechen.

Aber auch diese persönliche, „stille“ Übung hat eine große Kraft in sich:

Nimm dir jeden Tag 2-3 Minuten Zeit, um darüber nachzudenken, wofür du an diesem Tag dankbar bist. Wenn du willst, kannst du deine Gedanken auch in ein „Dankbarkeits-Tagebuch“ hineinschreiben.

Du wirst sehen: Je länger du das machst, desto mehr „schleicht“ sich ein positiveres Grundgefühl in deine Welt.

Photo: johnhein 

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