Innere Gelassenheit lernen

Innere Gelassenheit lernen“ gewinnt in unserer hektischen Welt immer mehr an Bedeutung. Im Folgenden möchte ich dir an paar Tipps an die Hand geben. Sie helfen dir, mehr innere Gelassenheit in dein Leben zu integrieren.

innere Gelassenheit

Wie du auch in schwierigen Situationen die innere Ruhe bewahren kannst

Wenn sich an der Supermarktkasse jemand vordrängelt, Raser und Drängler auf der Autobahn nerven oder ein unfreundlicher Kunde seinen Frust bei dir ablässt, fällt es oft schwer, die innere Ruhe zu bewahren.

Innere Gelassenheit ist aber glücklicherweise erlernbar und kann ebenso wie ein Muskel trainiert werden.

Dabei bedeutet eine gelassene und ruhige Reaktion keinesfalls, sich alles gefallen zu lassen oder sich selbst das Recht auf Gegenwehr zu nehmen.

Vielmehr bedeutet es, eine souveräne und selbstbewusste Reaktion zu zeigen und sich von seiner Außenwelt nicht mehr provozieren zu lassen.

Zunächst musst du jedoch verstehen, wo genau der Ursprung einer tiefen Gelassenheit sitzt und wie du sie Schritt für Schritt mehr in dein Leben integrieren kannst.

 

Was unterscheidet Gelassenheit von Gleichgültigkeit oder Resignation?

Innere Gelassenheit ist nicht mit Gleichgültigkeit zu verwechseln.

Bei Gleichgültigkeit interessieren wir uns nicht für die Situation, in der wir uns befinden und versuchen oft mit innerem Widerwillen die Umstände einfach zu ignorieren.

Auch Resignation unterscheidet sich von innerer Gelassenheit. Wer resigniert, gibt nach einer mehr oder weniger langen Zeit der Gegenwehr auf und fügt sich (oft auch niederschlagen) in das vermeintlich unausweichliche Schicksal.

Die innere Gelassenheit verfolgt einen völlig anderen Ansatz.

Bei wahrhafter innerer Gelassenheit geht es weder um Aufgabe oder Gegenwehr, sondern um Akzeptanz oder Nicht-Akzeptanz der jeweiligen Situation.

Schon der antike Philosoph Epiktet hat sich mit diesem Thema beschäftigt und ein Schema entwickelt.

Damit lässt sich schnell die eigene Haltung überprüfen und schrittweise mehr Gelassenheit erreichen.

Bei diesem Schema besteht der erste Schritt darin zu überprüfen, ob du an deiner Situation, die dich gerade ärgert, selbst etwas ändern kannst.

Das Ergebnis wird anschließend im zweiten Schritt danach überprüft, ob du diese Tatsache akzeptierst oder ob du innerlich Widerstand leistest.

Die Lösung und der Weg zur inneren Gelassenheit bestehen schlicht und ergreifend darin, den Widerstand aufzulösen und die Situation zu akzeptieren.

Die folgenden zwei Beispiele sollen das Schema etwas greifbarer machen:

 

1. Situation: Du stehst im Stau

Nach dem ersten Schritt würdest du dich nun fragen, ob du an der Tatsache, dass du im Stau stehst, etwas ändern kannst.

Die Antwort wird an dieser Stelle wohl „nein“ lauten.

Im zweiten Schritt überprüfst du jetzt, ob du diese Situation schließlich akzeptierst oder nicht.

Wenn du dich ärgerst, bist du innerlich im Widerstand und wirst wahrscheinlich daran denken, wie wenig Lust du hast, jetzt genau hier in einer endlosen Autoschlange zu stehen.

Da du allerdings nichts an der Situation ändern kannst, bleibt dir nur die Veränderung deiner eigenen Einstellung.

Der innere Widerstand und lautes Schimpfen scheinen zwar inneren Druck abzubauen, jedoch kannst du mit Gelassenheit dafür sorgen, dass dieser Druck, Stress oder Ärger gar nicht erst entsteht.

Wenn du die Situation akzeptierst, machst du sie dir zumindest nicht noch schlimmer, indem du dich aufregst.

Die Zeit im Stau ist vielleicht genau die Ruhepause, die du gerade gebraucht hast?

2. Situation: Du bist unzufrieden mit deinem Gewicht

Auch hierbei steht an erster Stelle die Frage, ob du etwas daran ändern kannst.

In der Regel sollte die Antwort hierbei „ja“ lauten.

Diese erste Frage berücksichtigt nicht, wie anstrengend oder schwierig eine Lösung wäre. Sie bezieht sich nur grundsätzlich auf die Tatsache, ob du selbst etwas verändern kannst oder nicht.

Wenn du also dein Gewicht selbst verändern kannst, folgt nun die Frage, ob du dagegen Widerstand leistest.

Dieser Widerstand könnte beispielsweise so aussehen, dass du einfach keine Lust hast, dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Falls dies der Fall ist, kannst du diesen Widerstand entweder auflösen oder ihn ebenfalls akzeptieren.

Wenn du die Situation akzeptierst, dass es in deiner Hand liegt, kannst du dich an die Bewältigung des Problems machen.

 

Grundsätzlich kann man dieses Schema in zwei einfache Sätze zusammenfassen:

1. Kannst oder willst du eine Situation nicht ändern, dann akzeptiere sie und gebe deinen inneren Widerstand auf.

2. Liegt es in deiner Hand, etwas an der Situation zu ändern, dann mache es.

 

Auf diese Art und Weise wird der innere Kampf mit der Außenwelt beendet.

Du lernst dadurch, einen verständnisvolleren Blick auf dich selbst zu werfen.

Wenn du eine Situation ändern könntest, es aber nicht schaffst, ist der Zeitpunkt vielleicht nicht der richtige.

Die Essenz dieses Schemas ist es, die Vorwürfe gegen uns selbst und die Welt aufzugeben und eine ohnehin schon anstrengende Situation nicht noch durch inneren Widerstand zu erschweren.

 

Die Macht der Gelassenheit

Eine gelassene Grundeinstellung verhilft dir zu mehr Macht über dein eigenes Denken und Handeln.

Wer sich ständig von außen provozieren oder einschüchtern lässt, gibt dem tobenden Gegenüber die Macht, Gefühle und Reaktionen nach seinem Wunsch bei dir hervorzurufen.

Wer gelassen bleibt, ruht in sich selbst und behält somit die Kontrolle über das eigene Denken und Handeln.

Dieser Schritt aus der Opferrolle fällt jedoch vielen Menschen sehr schwer.

Schließlich ist es in unserer Gesellschaft inzwischen üblich geworden, die Schuld bei anderen zu suchen, Verantwortung abzuschieben und sich an der lieb gewonnenen Opferrolle und Fremdbestimmung festzuklammern.

Entsprechend bedeutet mehr innere Gelassenheit ein genauso größer werdendes Maß an innerer Freiheit und Selbstständigkeit.

 

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Innere Gelassenheit lernen

Der Schlüssel zu einer gelassenen Grundeinstellung ist Achtsamkeit.

Beobachte dich selbst genau und überprüfe, in welchen Situationen du dich provozieren oder einschüchtern lässt. Durch diese Selbstreflexion gehst du symbolisch einen Schritt zurück und betrachtest die Situation aus einem gewissen Abstand heraus.

Wenn du erneut in eine ähnliche Situation kommst, atme tief durch und reagiere nicht sofort. Auch wenn dein Gegenüber dich noch so sehr reizen möchte, versuche, dich nicht darauf einzulassen.

Erinnere dich daran, dass unfreundliche und rücksichtslose Menschen ihren Frust nur deshalb bei anderen abladen müssen, weil sie ihn selbst kaum noch (er) tragen können.

Auf diese Art und Weise entsteht statt Ärger sogar Mitgefühl.

Frage dich einmal selbst, wie es sich anfühlen muss, den ganzen Tag wütend, verärgert und genervt zu sein.

Falls dir das Mitgefühl für dein provokantes Gegenüber für den Anfang zu viel ist, nimmst du ihm durch eine gelassene Reaktion in jedem Fall den Wind aus den Segeln.

Schließlich brauchen Provokateure immer jemanden, der sich auch provozieren lässt.

 

Photo: dbh

Kommentare

  1. The best fitness tip for building up your arms is to work opposite muscles in opposite sets of each other. The best example would be to work the triceps and then the biceps. Each has the opportunity to rest while the other is being worked. This minimizes your time and maximizes your workout.

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