8 Illusionen, die du vermeiden solltest, wenn du eine Gewohnheit ändern möchtest

Du versuchst immer wieder erfolglos, positive Gewohnheiten einzurichten?

Dann liegt es vermutlich an den verschiedenen Stolpersteinen, die verhindern, dass eine Gewohnheit sich setzen und verankern kann.

Solange wir uns noch in der Übungsphase befinden, erfolgen die Gewohnheiten noch nicht automatisch und können ebenso schnell wieder abgelegt werden, wie wir sie angefangen haben.

 

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Hier sind die 8 größten Illusionen, die du vor und während deinem Weg zu einer neuen Gewohnheit entlarven solltest.

1. Die „Es wird immer so einfach sein“-Illusion

 

Am Anfang fällt uns vieles leichter.

Wir sind voller Motivation, Tatendrang und haben es satt, unser Leben in den gewohnten Bahnen zu leben.

Du solltest dir jedoch von Anfang an klar sein, dass es nicht so einfach bleiben wird.

Rückschläge und Stolpersteine liegen immer auf dem Weg zu einer neuen Gewohnheit.

Wenn du dich nicht darauf einstellst, kann dich schon ein kleiner Rückschlag dazu bringen, alles fallen zu lassen.

Wenn du allerdings weißt, dass dich auch schwierige Zeiten erwarten und du Aufgaben nicht als Option akzeptierst, wirst du es schaffen.
 

2. Die „Andere wissen, was gut für mich ist“-Illusion

 
Ob es um Abnehmen, Erfolg im Job oder mehr Selbstbewusstsein geht, wir suchen uns meist einen Ratgeber oder ein Vorbild, das uns den Weg weisen soll.

Und tatsächlich ist es sinnvoll, sich so viele Tipps wie möglich zu holen.

Allerdings ist das Risiko sehr groß, dabei einen Weg einzuschlagen, der nicht deiner ist.

Was für andere funktioniert, muss schließlich nicht genauso auf dich übertragbar sein.

Sammel so viele Tipps wie möglich und wähle anschließend den Weg, der genau zu dir passt und deine Bedürfnisse berücksichtigt.
 

3. Die „Früher war alles besser“-Illusion

 
Die wohl größte Hürde auf dem Weg zu einer neuen Gewohnheit ist der Irrglaube, dass der neue Weg zu anstrengend und der alte Weg der bessere war.

Lass dich nicht in diese gedankliche Falle locken.

Der Verstand braucht ein wenig Zeit, um die bessere Gewohnheit zu akzeptieren und die Erfolge zu sehen.

Am Anfang einer Gewichtsreduktion fühlt es sich natürlich anstrengender an, Sport zu treiben und gesund zu kochen, anstatt mit Fast Food auf der Couch zu sitzen.

Aber ist der alte Weg wirklich besser?

Wenn dein Verstand dich zum Aufgeben überreden will, halte dir vor Augen, aus welchen Gründen du dich gegen das alte Verhaltensmuster entschieden hast und wie es sich anfühlen wird, wenn du dein Ziel schließlich erreicht hast.
 

4. Die „Perfekt oder gar nicht“-Illusion

 
Tief im Inneren sind wir alle Perfektionisten.

Bei neuen Gewohnheiten müssen wir uns jedoch von diesem hohen Ziel verabschieden und uns bewusst für Verbesserung statt für perfekte Ergebnisse entscheiden.

Niemand setzt seine Ziele immer perfekt um.

Wer allerdings schon bei der kleinsten Abweichung vom geplanten Weg aufgibt, wird am Ende keinen Erfolg und nur viele Träume von Perfektion vorzuweisen haben.

Anders ausgedrückt: Dein Weg zu einem besseren Leben ist für dich perfekt!

Egal, wie lange er dauert, wie viele Anläufe du brauchst oder wie viele Rückschläge du erleidest.

Am Ende zählt ohnehin nur das Ergebnis.

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5. Die „Ich lass es einfach sein“-Illusion

 
Wenn du das Rauchen aufgeben oder weniger essen möchtest, reicht es nicht, nur eine schlechte Gewohnheit abzulegen.

Dein Verstand wird nach einem Ersatz verlangen und so lange keine Ruhe geben, bis du ihm etwas Passendes bietest.

Ansonsten wird er nicht verstehen, warum er etwas aufgeben soll, was sich doch so angenehm anfühlt, wenn er nicht einmal eine Belohnung dafür bekommt.

Suche bewusst nach alternativen Tätigkeiten und baue kleine und große Belohnungen bei Erreichen deiner Zwischenziele ein.
 

6. Die „Ich werde es irgendwann bestimmt machen“-Illusion

 
Höre damit auf, dich mit unklaren Zielen selbst zu quälen.

Die vielen kleinen „Ich müsste …“, „Ich sollte …“ und „Ich könnte …“ im Alltag sorgen nur dafür, dass du Energie verschwendest und dabei nicht weiter kommst.

Entweder willst du ein klares Ziel in einem festgelegten Zeitraum verfolgen oder du lässt es sein.

So hast du langfristig mehr Energie zur Verfügung und weißt vor allem genau, was du wann für welches Ziel zu tun hast.
 

7. Die „Das wird eine unfassbar anstrengende Lebensaufgabe“-Illusion

 
Eine Hürde, die viele schon von den ersten Schritten abhält, ist die Vorstellung einer riesigen unlösbaren Aufgabe.

Das liegt daran, dass nur das Endergebnis und nicht die vielen kleinen Zwischenschritte im Fokus liegen.

Wer zum Beispiel 20 Kilo abnehmen möchte und nur an das Endergebnis denkt, hat natürlich einen großen Berg Arbeit vor sich.

 

Wer das Ziel allerdings in Zwischenschritte unterteilt und 5 Kilo im Monat oder 1,5 Kilo pro Woche verlieren will, konzentriert sich nur auf den nächsten Schritt.

Und dass eine Abnahme von 1,5 Kilo leichter ist als eine Abnahme von 20 Kilo, leuchtet jedem ein.

Genauso lässt sich das Beispiel auf einen Raucher übertragen. Wer sich vorstellt, den Rest seines Lebens und in allen erdenklichen Situationen ohne die geschätzte Zigarette auszukommen, sieht sich vor eine endlose, schwierige Aufgabe gestellt.

Wer sich hingegen vornimmt, einfach nur einen einzigen Tag nicht zu rauchen, wird wahrscheinlicher zum Erfolg kommen.
 

8. Die „Ich muss alles, immer und überall genau durchdenken“-Illusion

 
Eine letzte Hürde, die viele neue Gewohnheiten schon im Entstehungsprozess zerstört, ist unser hyperaktiver Verstand.

Aus Angst, irgendeinen Aspekt des neuen Vorhabens nicht zu beachten, denken wir immer und immer wieder genauestens über alle Details nach.

Das führt wiederum dazu, dass wir uns ständig bewusst entscheiden müssen. In jeder Entscheidung liegt allerdings auch die Gefahr, die falsche Richtung zu wählen.

 

Nicht denken – machen!

So lautet die Lösung, mit der wir diese Hürde umgehen.

Denke nicht über jede Sporteinheit, jede gesunde Mahlzeit oder jede Minute ohne Zigarette nach.

Lasse dir gar nicht erst den Raum, diese Entscheidung zu treffen, sondern mache dir bewusst, dass diese Entscheidung längst getroffen ist und du nur noch zu folgen brauchst.

Dadurch sparst du enorme Mengen an Energie für deine konkreten Ziele.

 

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Nimm dir jetzt eine positive Gewohnheit, die du noch nicht etablieren konntest.

Prüfe, welche der Hürden bzw. Illusionen dich bisher davon abgehalten haben.

Und so banal und einfach es auch klingen mag:

Mach es einfach, mach es Schritt für Schritt und reiße die künstlich aufgebauten Hürden nieder!

 

Photo: Alexas_Fotos, uroburos

Kommentare

  1. Sehr interessanter Artikel. Wahrscheinlich kennt jeder mindestens einer dieser „Illusionen“ und hier wird gut erklärt diese als solche zu erkennen und dagegen vorzugehen.

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