Warum die Arbeit uns glücklich machen sollte

Warum die Arbeit zu einem glücklichen Leben dazugehört

Unsere Vorstellung von Arbeit ist gerade im Wandel. Viele sind mit der Einstellung aufgewachsen, dass Arbeit keine Freude bereitet, sondern eben als lästige Pflicht auf der Tagesordnung steht.
In den letzten Jahren ist nicht nur wegen der steigenden Zahl der Burn-out Fälle der Fokus mehr auf die persönlichen Bedürfnisse gerückt.
Selbstverwirklichung, angenehmes Arbeitsklima und persönliche Entwicklung stehen immer stärker im Vordergrund.
Arbeit macht glücklich

Diese neue Sichtweise zeigt den Zusammenhang zwischen Arbeit und Glück umso stärker.

Wer keine oder die „falsche“ Arbeit hat, wird es schwer haben, glücklich zu sein. Dass aber so viele davon träumen, nicht mehr arbeiten zu müssen, ist dabei kein Widerspruch.

Einfach nur Arbeit zu finden und dabei die erstbeste Beschäftigung anzunehmen ist keineswegs eine Garantie für ein glückliches Leben.

Es kommt auf die Qualität und auf die Bedeutung an, die wir ihr beimessen.

 

Was uns die Arbeit wirklich bedeutet

Wer keine Arbeit hat, sieht sich schnell in den Augen der Gesellschaft als Versager. Dazu kommt häufig noch ein persönliches Gefühl des Scheiterns, der Erfolglosigkeit und nicht zuletzt die finanzielle Abhängigkeit vom Staat.

 

Wer hingegen eine Festanstellung hat, erspart sich zumindest diese negativen Umstände. Wenn diese Arbeit allerdings mit Stress, Druck und Hektik verbunden ist, fehlen auf der persönlichen Seite die Erfüllung und das Erfolgserlebnis.

 

Die Arbeit beeinflusst viele und sehr persönliche Bereiche unseres Lebens und erhält allein dadurch eine enorme Bedeutung.

 

Sie beeinflusst:

 

• Unsere frei verfügbare Zeit
• Unsere finanziellen Spielräume und damit unseren Lebensstil
• Unsere Chancen auf persönliche Entwicklung
• Unsere täglichen Begegnungen mit anderen Menschen

 

Allein diese Aufzählung zeigt, welchen Stellenwert die Arbeit (und auch das Fehlen einer Arbeit) im eigenen Leben besitzt.

Die folgenden kurzen Beispiele sollen zeigen, wie sich die Arbeit auf das Gleichgewicht dieser Lebensbereiche auswirken kann:

Beispiel 1:

Als der Wecker um 6 Uhr klingelt, fühlt sich Tina wie gelähmt. Allein die Anstrengung, die Bettdecke zur Seite zu schlagen, scheint ihr unmenschlich groß.

Die Aussicht, das warme Bett für die triste Büroecke in der Stadt zu verlassen, ist wenig verlockend. Ihr Gehalt ist gut, ihre Kollegen sind nett und ihre Stelle ist gesichert.

Trotzdem wird sie das bleierne Gefühl der Langeweile und Sinnlosigkeit nicht los, dass sie jeden Tag ins Büro begleitet. Nach der Arbeitswoche ist sie nur noch froh, wieder ins Bett zu kommen und verbringt den Sonntag erschöpft und ausgelaugt auf dem Sofa.

 

Beispiel 2:

Bei Christa ist schon lange kein Wecker mehr im Schlafzimmer. Gegen elf Uhr wacht sie auf und starrt einige Minuten an die Decke.

Immer öfter fragt sie sich, ob es überhaupt noch einen Unterschied macht, ob sie aufsteht oder nicht.

Ihre Freunde arbeiten alle, daher vertreibt sie sich den Tag allein am Computer und vor dem Fernseher.

Für größere Unternehmungen ist sowieso kein Geld da.

Auch wenn sie nur gelegentliche Termine beim Arbeitsamt hat, fühlt sie sich permanent unter Druck gesetzt. Ihr Sachbearbeiter vermittelt ihr immer das Gefühl, eine Schmarotzerin zu sein, die einfach zu faul für eine Arbeit ist.

Dabei würde sie nichts lieber tun, als sich mit einer Arbeit selbst versorgen zu können.

 

Natürlich sind diese Beispiele überspitzt.

Sie zeigen jedoch, wie stark unser Glück von der Arbeit abhängen kann.

Im ersten Fall ist zwar eine Arbeit und genug Geld vorhanden, aber keine Zeit, um dieses Geld zu genießen.

Im zweiten Fall ist jede Menge Zeit vorhanden, aber dafür kaum Geld, um die Zeit erfüllt zu genießen.

In beiden Fällen bleiben die persönliche Entwicklung und der Austausch mit Sozialkontakten auf der Strecke. Gerade diese Bereiche gehören untrennbar zu unserer menschlichen Natur dazu.

 

Wir sind soziale Wesen, die den Austausch mit anderen brauchen und nach Bereichen suchen, in denen wir unsere individuellen Fähigkeiten entfalten, perfektionieren und in die Gemeinschaft einbringen können.

Was können wir also tun, um unsere Arbeit zur Quelle des Glücks zu machen?

 

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(Diese Tipps kannst du gleich umsetzen, besonders Nr. 1)

 

Was unsere eigene Einstellung wie Ehrgeiz, Fleiß oder Faulheit betrifft, können wir uns auch als Erwachsene noch bewusst verändern.

Dazu müssen wir uns unsere eigenen Einstellungen zunächst bewusst machen.

Bereits in frühester Kindheit wird unser Weltbild geprägt und zeigt die Arbeit entweder als erfüllende Tätigkeit, lästige Pflicht, undankbare Anstrengung oder erfolgsversprechende Herausforderung.

Wenn wir uns unsere eigenen Weltbilder bewusst machen, können wir sie ebenso wie jede andere Gewohnheit ändern. Die folgenden Tipps können dir jetzt schon bei einer Veränderung helfen:

 

1. Überprüfe deine Einstellung zur Arbeit.
Wenn gerade keine Veränderung möglich ist, hilft es manchmal, seine inneren Widerstände aufzugeben. Wenn du ohnehin keine Wahl hast, ist es schließlich angenehmer, die Zeit ohne innere Abwehr zu verbringen. Akzeptiere, was du nicht ändern kannst und versuche, in deiner Situation das Beste zu geben.

 

2. Zeige Mut und Aufgeschlossenheit
Wenn die Situation unerträglich ist, bleibe nicht aus Bequemlichkeit oder Angst darin gefangen. Überstürzte Kündigungen sind zwar niemals sinnvoll, aber du kannst dich jederzeit unverbindlich nach besseren Alternativen umsehen und deine Chancen auf einen Berufswechsel ausloten.

 

Photo: paul prescott

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