4 Tipps wie du Ängste überwinden kannst

Ängste überwinden ist manchmal ein schwieriges Unterfangen. Das Gleiche gilt für Trauer, Liebeskummer und Schicksalsschläge.

Wenn es dich trifft, dann ist es…

… als ob ein Boxweltmeister dir so richtig eine reinhaut. Du taumelst… Weißt nicht mehr, wo der Kopf steht. Alles dreht sich.

Ängste überwinden

Hier wieder zu sich zu kommen, dauert und manchmal beschleicht einem das Gefühl:

„Das schaff ich nie!“

Die folgenden Tipps geben Anregungen, wie man mit der Situation besser zurecht kommen kann. Ein Allheilmittel sind sie aber nicht. Wenn du gar nicht mehr weiterkommst – nicht weisst, wie du deine Ängste überwinden kannst (oder Trauer, Liebeskummer und Schicksalsschläge), dann zögere nicht:

Hol dir professionelle Hilfe. Schäm dich nicht dafür. Andere tun es auch!

 

Ängste überwinden – Wege aus der Schattenwelt der eigenen Gefühle

 

Der Boden wird unter den Füßen weggerissen, der freie Fall ins dunkle Loch nimmt kein Ende, das Herz scheint zerspringen zu wollen – jeder kennt dieses Gefühl, wenn innerhalb weniger Sekunden unsere Welt aus den Angeln gehoben wird.

Ein Unfall, eine Trennung oder eine schlimme Diagnose kann das gesamte bisherige Leben in Frage stellen und uns in einen dunklen Sumpf aus quälenden Gefühlen hinabziehen.

 

1. Lass es raus!

In unserer Gesellschaft ist es nicht üblich, Gefühle zu zeigen.

So haben die meisten von uns seit der Kindheit gelernt, nicht laut zu sein, nicht zu weinen und alle unangenehmen Gefühle im Inneren wegzuschließen.

Diese Gefühle sind allerdings nicht weg, sondern holen uns irgendwann körperlich oder seelisch ein.

 

Wenn du mit einer schwierigen Situation konfrontiert bist, die dich in deinen Grundfesten erschüttert, lass es raus!

Suche dir einen Ort, an dem du ungestört bist und schreie die Wut und das Leid hinaus.

Wenn dir das Schreien noch zu schwer fällt, schreibe alles auf, was in deinem Herz vorgeht. Du kannst die Worte auf dem Papier für dich schreien und toben lassen und so den enormen Druck im Inneren abbauen.

 

Lasse dabei alle Vernunft und Rechtfertigungen fallen und sei einmal bewusst vorwurfsvoll, wütend und anklagend.

Viele merken schon an diesem Punkt eine deutliche Erleichterung.

 

2. Gib dir Zeit

Wahre Schicksalsschläge sind nicht in wenigen Minuten zu verdauen.

Gib dir selber genug Zeit, um das Erlebte erst einmal sacken zu lassen und versuche nicht sofort, alle Probleme in Angriff zu nehmen.

Aus einer gewissen Distanz heraus sehen die Dinge oft schon anders aus und lassen sich ruhiger und besonnener lösen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du vor dem Problem davonlaufen sollst. Wenn du eine schwere Diagnose erhalten hast, solltest du nicht wochenlang bis zur Behandlung warten.

Wenn du aber eine schmerzhafte Trennung erlebst, liegt die Lösung nicht darin, schnellstmöglich einen Ersatz zu finden.

Wenn du dich hilflos ohne deinen Partner fühlst, ist die Trennung deine Chance, selbst all die Dinge zu lernen, die sonst dein Partner erledigt hat. Wenn du dich einsam ohne deinen Partner fühlst, kannst du nach der Trennung herausfinden, wieso jemand anders dich vervollständigen muss.

Wenn du dich erst mit jemandem an deiner Seite „ganz“ fühlst, ist die Beziehung nur zweckgebunden und eher ein Handel als Liebe.

Ganz nach dem Motto „Ich liebe dich, wenn du mir dafür Aufmerksamkeit, Lob und Zuneigung schenkst.“

Der andere kann aber nie ein Ersatz für Wertschätzung, Liebe und Anerkennung sein, wenn du sie nicht für dich selbst empfindest. Gib dir also genug Zeit, um deine Beziehung zu dir selbst zu reparieren.

 

3. Hole dir Unterstützung an deine Seite

In der heutigen Gesellschaft wird der Einzelkämpfer als erstrebenswertes Vorbild hochgehalten. Wer sich Hilfe und Unterstützung sucht, wird hingegen oft als schwach dargestellt.

Dabei liegt es in unserer menschlichen Natur, die Dinge mit der Hilfe anderer anzugehen. Deshalb solltest du nicht aus falschem Stolz heraus den einsamen Wolf mimen, sondern dir Mitstreiter an deine Seite holen.

Diese Unterstützung kann verschiedene Formen haben.

 

  • Es kann ein inspirierendes Buch sein, das dir zu neuen Selbsterkenntnissen verhilft.
  • Es kann eine Gruppe Gleichgesinnter sein, die dein Schicksal teilen, dich verstehen und dir wertvolle Impulse für deine Zukunft geben können.
  • Es kann ein professioneller Therapeut sein, der dir mit seinem Fachwissen hilft, Dinge zu erkennen, an die du selbst nicht herankommst. Ein guter Therapeut sollte dabei jedoch immer Hilfe zur Selbsthilfe geben und sich nicht darauf beschränken, mit dir zusammen die Schuld auf andere zu schieben.
  • Die Unterstützung kann aber auch einfach ein guter Freund oder ein Familienmitglied sein.

 

Überprüfe dabei, ob die Unterstützung dich wirklich stützt. Wenn du in einem tiefen Loch sitzt, hilft es nicht, alle anderen mit nach unten zu ziehen, um nicht alleine zu sein.

Erlaube deinen Unterstützern, dass sie dir vielmehr ein Seil zuwerfen, das dich aus dem Loch herausholt.

 

4. Blicke hinter die Kulissen

Wenn der erste Schock überwunden ist, kannst du die Umstände genauer betrachten.

Während am Anfang noch der Vorwurf ans Schicksal steht „Wieso ausgerechnet ich?“, ist es jetzt an der Zeit, sich genau diese Frage ruhig und ehrlich zu stellen.

„Wieso ausgerechnet ich?“

 

Aus dem Vorwurf wird der Beginn einer Suche.

Was hat dieses Problem mit mir zu tun?

Ist es Zufall oder ziehe ich es selbst an?

Natürlich gibt es Umstände, die nicht in unserer Hand liegen.

Die Frage lautet deshalb auch nicht „Bin ich schuld?“, sondern „Welche Aufgaben werden mir dadurch (immer wieder) gestellt?“

 

Der Blick hinter die Kulissen offenbart die Chancen, die in der Bewältigung des Problems liegen und kann alles in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen.

 

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(Diesen Tipp kannst du gleich umsetzen!)

 

Lies nochmals den Punkt 1: „Lass es raus“ durch. Nimm ein Blatt Papier und schreibe deine Trauer, Wut, Angst – einfach alles – auf.

Wenn du fertig bist, kannst du das Papier verbrennen und so quasi symbolisch deine Emotionen loswerden.

Damit ist das Problem natürlich in der Regel noch nicht vollständig gelöst. Aber diese Aktion nimmt etwas Druck von der ganzen schwierigen Situation weg.

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